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Dr. Markus Müller

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Das andere Wissen - Astrologie

Geschichte der Astrologie

Weltbild des PtolemäusDie Geschichte der Astrologie, der Sterndeutung, ist so alt wie die Menschheit. Schon früh nutzten die Menschen die Himmelsgestirne zur Orientierung, und es ist zu vermuten, dass die vom Anblick des Nachthimmels faszinierten Menschen versuchten, ihr Leben in Beziehung zu den sich verändernden Positionen von Planeten, Fixsternen, Sonne und Mond zu setzen.

 

Direkte Spuren der Astrologie lassen sich ca. 4.500 Jahre zurückverfolgen, bis zur Kultur der Sumerer und Babylonier. Den Zyklen der Gestirne wurden schon bald positive oder negative Ereignisse zugeordnet, Prognosen gestellt. Auch in der Bibel wies ein Stern die Weisen aus dem Morgenland auf die Geburt Christi hin – ja führte sie auf dem Weg dahin.

 

Von der Ägyptischen Astrologie über die Chinesische Astrologie kam das Wissen um den Einfluß der Zeit hinzu. Dadurch erhielten die sog. Prognosen eine gewaltige Verbesserung in Aussage und Deutung.

 

Die Griechen endlich schufen die vollständigen Tierkreiszeichen und entwickelten unter anderem die Lehre von den vier Elementen. Das sind noch heute die wesentlichen Voraussetzungen der Astrologie bis heute.

 

Sie bestand aus dem zwölfteiligen Tierkreis, den Anfängen des Häusersystems mit den Aszendenten und den sieben klassischen Planeten (bis 1781 der Planet Uranus entdeckt wurde, dessen Existenz zu dieser Zeit das astrologische Weltbild erheblich ins Wanken brachte) sowie den Aspekten.

 

Die Astrologie, in den Anfängen der christlichen Kirche durchaus noch anerkannt (aber auch verleugnet und bekämpft, z.B. vom heiligen Augustinus), wurde spätestens von dem Reformator Luther abgelehnt. Ausserhalb der Kirche konnte sie lange Zeit Bündnisse mit der sog. anerkannten Wissenschaft eingehen. Selbst Kepler war Vertreter und Befürworter. Auch die Erkenntnis des heliozentrischen Weltbildes war keine Gefahr, im Gegenteil, hier konnte sich die Astrologie neu formieren und beweisen. Die Astrologie erfuhr  danacheine Blütezeit, die bis zum 17. Jahrhundert anhielt.

 

In der neueren Zeitgeschichte wird zunehmend der Astrologie der Platz eingeräumt, der ihr zusteht – Wissenschaft, die an ihre Grenzen stößt, kann von ihr, wie es auch für religiöse Überzeugungen gilt, Ergänzung erfahren. Anerkannte Wissenschaftler wie der Psychologe C.G. Jung erhielten von der Astrologie wichtige Impulse.

 

Die in den neunziger Jahren neu entdeckten Kleinplaneten stellen die Astrologie (wie auch die Astronomie) vor neue Herausforderungen. Sie werden langfristig neue Erkenntnisse schaffen, die in Horoskope und Prognosen einfließen werden.

 

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